
Nach dem Abitur wollte Thomas natürlich unbedingt Musik (Kapellmeister
und Komposition) studieren, aber die sehr ernstgemeinten Ratschläge
etwas "Vernünftiges" zu lernen führten nach der Marine
zu einem wenig erfolgreichen Jurastudium in Mannheim. Trotzdem und viel
lieber machte er weiter Musik und spielte in verschiedenen Bands, von
der Tanzmusik bis hin zum Jazz und schließlich versuchte er sich
auch im Schlagerbusiness (mit Plattenvertrag), aber das Tingeln durch
Discos und andere Etablissements war ihm zu einseitig und fremd bestimmt.
Die Musikhochschule in Mannheim-Heidelberg lockte da viel mehr. Schließlich,
an einem kalten Februartag, hatte dann der Liebe Gott ein Einsehen und
ganz wundersam kam Thomas durch die tätige Mithilfe von Prof. Charles
B. Axton an das Pfalztheater in Kaiserslautern. Er wurde engagiert als
Tony in der West Side Story (Leonhard Bernstein). Thomas hatte sein "zu
Hause" gefunden, das Theater.
Ausbildungen, Workshops in Hamburg, Heidelberg oder London komplettierten
dann in der Folge eine Ausbildung zu einem Künstler, der in zahlreichen
Musicals und Theaterstücken auf der Bühne stand. Stationen waren
da beispielsweise das Alte Schauspielhaus Stuttgart und die Komödie
im Marquard, die Kammerspiele in Berlin, das E.T.A. Hoffmanntheater, Bamberg,
die Staatsoper Hannover, das Staatstheater Kassel, die Komödie Max
II und die Komödie im Bayrischen Hof, München, das Fritz Rémond
Theater im Zoo, Frankfurt, Theater Oberhausen, Hamburg, Lüneburg
uvm. Endlich landete er in München und lernte die vielseitigen Theaterfrauen
und Autorinnen Maria Caleita und Ellen Schwiers kennen. Diese beiden Frauen,
mit der Verlegerin Helga Baumgarten aus Hamburg zusammen, bestimmten und
förderten über viele Jahre die künstlerischen Aktivitäten
von Thomas. In dieser Zeit, von 1986 ab, entdeckte Thomas wieder seine
alten Begabungen, das Komponieren und die musikalische Leitung. Jetzt
entstanden Werke wie Quasimodo und andere. Er komponierte und arrangierte
Musicals, Bühnenmusiken aber auch Fernseh-, Werbe- und Popmusik.
Er arbeitete mit Künstlern wie Heidi Brühl, Mark Marshall, Annette
Mayer, Hanna Hegerova, Katharina Jacob, Raimund Harmstorf, Gerhard Lippert,
Irene Mann und vielen anderen zusammen. Schließlich wurde er dann
der exklusive Komponist der Burgfestspiele in Jagsthausen, bis zum heutigen
Tag, und wurde von dort 1994 nach Los Angeles zur California Repertoire
Company engagiert. Er spielte die Hauptrolle, Plumer Schippel im Bürger
Schippel von Sternheim in der amerikanischen Erstaufführung und zeichnete
für die musikalische Leitung und Arrangements. Als musikalischer
Chef am Stadttheater Baden Baden rundete sich seine bis Ende des letzten
Millennium führende Biographie. Mittlerweile hatte er auch geheiratet
und seine entzückende, kleine Tochter Freya-Frances war sein ganzer
Stolz. Freya starb am 23. August 2000 durch einen tragischen Unfall. Dieser
heftige, schmerzhafte Einschnitt führte in der Folge zu einer künstlerischen
Neuordnung. Thomas erinnerte sich alter Lieben, wie dem Schreiben von
Lyrics oder der Kirchenmusik, und dann 24 Stunden vor Kriegsbeginn im
Irak 2003 vollendete er sein erstes Oratorium, Den Namen Mensch
tragen. Auch entdeckte er ein neues, altes Feld, das Produzieren
von jungen, ambitionierten Künstlern im Popbereich.
Heute spielt sich sein Leben nach wie vor, vorzugsweise, in seinem "zu
Hause" dem Theater ab, aber wichtige neue Impulse sind durch die
Vielschichtigkeit von Musik und Sprache gegeben und werden gelebt.
Inthega Preise für
Macbeth
86/87 |
3. Preis |
Quasimodo 89/90 |
1. Preis |
Mutter Courage und ihre
Kinder 92/93 |
2. Preis |
Was ihr wollt 94/95 |
1. Preis |
Mutter Courage und ihre
Kinder 99/00 |
1. Preis |
Der Wiederspenstigen
Zähmung 00/01 |
1. Preis |
Viel Lärm um Nichts
04/05 |
3. Preis |
Best Newcomer Klassik 2008
1. Preis der 21. Goldenen Künstler Gala
(Debütalbum „Romanza“) 08 |
1. Preis |